Toller 2. Platz an der EM
Ein Wunsch ging in Erfüllung
Am Freitag und Samstag fanden in Altdorf (UR) die Junioren-Europameisterschaften im Hallenradsport statt. Der Juniorinnen-Vierer vom Kunstradfahren Uzwil gewann mit einer sehr schönen Kür die Silbermedaille.
Am Samstag war der grosse Tag. Knapp 40 Fans waren mit einem Car aus Uzwil angereist, um das eigene Team an diesem wichtigen Tag zu unterstützen. Gut gelaunt und mit Schweizerfahne und Fan- oder Vereins-T-Shirt ausgerüstet betrat die Gruppe die Sporthalle Feldli in Altdorf, wo soeben der zweite Wettkampftag der diesjährigen Junioren-Europameisterschaft begonnen hatte. Grund ihres Besuchs: die bevorstehende Kür des Uzwiler Juniorinnen-Vierers mit Melissa Duss, Seline Bolt und Michelle und Caroline Haas. Die vier jungen Damen waren bereits am Mittwoch nach Altdorf gereist, um sich in kleineren Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag mit der neuen Umgebung, der Halle und vor allem dem Wettkampfboden vertraut zu machen. Das Team wurde von den Nationaltrainerinnen Claudia Jiricek und Patrizia Kottmann während der EM professionell betreut.
Kurz vor 13 Uhr kam der grosse Moment. Unter grossem Applaus betrat der Uzwiler Vierer die Fahrfläche. Die Anspannung war gross, die vier Sportlerinnen jedoch sehr konzentriert. Sie zeigten eine sehr harmonische, sturzfreie Kür. Erst als das Team am Ende der Darbietung gleichzeitig von den Rädern stieg und sich vor einem tosenden Publikum verneigte, war auch den Heimtrainerinnen Regula Stoppini und Jeanette Schneider klar geworden, dass ihre Schützlinge dem grossen psychischen Druck standgehalten hatten. „Natürlich gab es da und dort kleinere Unsicherheiten, das ist normal. Aber alle Übungen wurden korrekt gezeigt, auch jene, die im Training und an anderen Wettkämpfen nicht immer geklappt haben", freute sich Schneider. Auch Stoppini zeigte sich ob der Leistung der Mannschaft mehr als zufrieden: „Ich freue mich, dass die Mädels genau heute, da es zählt, heute, da alle Freunde und Angehörigen zuschauen, zeigen konnten, was sie draufhaben. Das war mein grösster Wunsch." Den haben die vier Sportlerinnen mit Bravour in Erfüllung gebracht, denn die neue persönliche Bestleistung von 268.67 Punkten bedeutete für das Team aus Uzwil die Silbermedaille. Einzig das Team aus Deutschland vermochte diese Punktezahl noch zu übertreffen.
Mit dem wohlverdienten Vizeeuropameistertitel tritt das Team aus Uzwil in die Fussstapfen ihrer Vorgängerinnen aus Sirnach. Das Team mit Flavia Zuber, Celine Burlet und Jennifer und Melanie Schmid hatte an den letztjährigen Junioren-Europameisterschaften in Gent, Belgien, die Goldmedaille für die Schweiz gewonnen, doch dieses Jahr konnten die Thurgauerinnen nicht mehr als Juniorinnen starten. Obwohl sie sich zurzeit in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften 2013, die Anfang November in Basel stattfinden werden, befinden, liessen sie es sich natürlich nicht nehmen, ihren Nachfolgerinnen diesen Samstag lautstark aus dem Publikum zuzujubeln.
Aber nicht nur die Uzwiler, die ganze Schweizer Nationalmannschaft war dieses Jahr sehr erfolgreich. Seraina Waibel aus Pfungen sicherte sich mit einer nicht ganz fehlerfreien Kür die Bronzemedaille als erste Schweizerin seit Angela Nägele 2009. Umso härter war dies für Nathalie Walter aus Löhningen, die ihrer Kollegin mit nur wenigen Punkten unterlag und sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben musste. Auch dem Juniorinnen-Zweier mit Chantal Hochuli und Saskia Schäffler gelang ein sehr gutes EM-Debüt: mit einer ruhigen und soliden Kür sicherten sie sich hinter den Teams aus Deutschland und Österreich die verdiente Bronzemedaille und knüpfen so erfolgreich an das Uzwiler Zweier Rutz/Nägele an, das letztes Jahr Silber gewann. Bei den Radballern der Gruppe A standen nach den Finalspielen die Teams aus Deutschland und der Schweiz mit derselben Punktezahl an der Tabellenspitze. Leider mussten die Frauenfelder Thomas Stojan und Severin Zimmermann die Goldmedaille nach einem 0:1 im Entscheidungsspiel-Krimi dem Team aus Deutschland überlassen.
Nordostschweizermeisterschaft, das Trainingslager hat sich gelohnt
Das Trainingslager hat sich gelohnt: die intensive Trainingswoche, die der gesamte Verein in der zweiten April-Woche in Nesslau verbringen durfte, hat sich deutlich in den Leistungen der SportlerInnen niedergeschlagen. Die meisten konnten die Schwierigkeit ihrer Kür erhöhen; viele erreichten am Wettkampf neue Bestleistungen. René Schneider, Sportleiter des Vereins, ist sichtlich stolz auf die vielen motivierten KunstradfahrerInnen mit dem blauen Uzwiler Vereinsleibchen: „Wir gehören noch immer zu den grössten und erfolgreichsten Vereinen der Schweiz. Darauf müssen wir auch in Zukunft sorgsam achten."
Bei den Schülerinnen gab es gleich einen kompletten Satz Medaillen für Uzwil: Gold für Livia Niedermann U15, Silber für Lea Schönenberger U11, und Bronze für Tina Schönenberger U13. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Schützlingen. Besonders für Tina freue ich mich. Dies ist ihre allererste Medaille, die sie sich mit ihrer neuen Bestleistung redlich verdient hat", freut sich Trainerin Marina Lenggenhager.
Auch im Mannschaftsfahren der Schüler haben die Uzwiler den Grossteil der Medaillen eingeheimst: von den fünf Vierer-Teams, die Uzwil gestellt hatte, schafften es deren zwei aufs Podest. Nur die Mannschaft aus Rheineck hat sich die Bronzemedaille sichern können. Den Wettkampf entschieden hat die erste Uzwiler Mannschaft mit Livia Niedermann, Fabienne Haas, Carisa Gmünder und Patrizia Meyer. Der Uzwiler Juniorinnen-Vierer, das momentane Aushängeschild des Vereins, startete am Samstag jedoch nicht. Trainerin Regula Stoppini begründet dies mit der bevorstehenden Junioren-Europameisterschaft in Altdorf: „Nächsten Samstag werden die vier Mädels zeigen dürfen, wofür sie sich nun schon über ein Jahr intensiv vorbereitet haben. Wir haben uns daher für ein paar Trainingstage nach Filzbach zurückgezogen, um uns bestmöglich auf diesen wichtigen Tag vorzubereiten."
Für die Elite-Sportler beginnt die Saison zwar erst im August, jene die am Samstag ihren Einstand gaben, zeigten sich aber von der guten Seite. Für Lukas Burri gilt es, sich dieses Jahr gleich in zwei Disziplinen für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren: zusätzlich zu seiner gewohnt eleganten Darbietung im Einer-Kunstradfahren bestritt Burri am Samstag seinen ersten Wettkampf im Zweier. Zusammen mit seiner neuen Partnerin Fabienne Hammerschmidt zeigte er eine sehr schöne Leistung; den beiden glückte ein wahrlich erfreulicher Auftakt in der neuen Besetzung. Andererseits und umso trauriger startete am Samstag das Zweier mit Jacqueline Rutz und Rahel Nägele zum letzten Mal. Die 18 Jahre jungen zweifachen Schweizermeisterinnen und Junioren Vize-Europameisterinnen beendeten damit eine vielversprechende und erfolgreiche Karriere. „Immerhin bleiben uns die beiden weiterhin als Trainerinnen erhalten", tröstet sich Trainerin Claudia Jiricek. Sie blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Wettkampf zurück: „wir haben heute ein langes und sehr schönes Kunstrad-Kapitel beendet, gleichzeitig aber auch ein neues, das uns ebenso viel harte Arbeit, ebenso viele Hochs und Tiefs bescheren wird, aufgeschlagen."
nach dem Swiss Cup geht es ab ins Trainingslager
Vergangenen Samstag fand mit dem Finale der Swiss Cup im Kustradfahren seinen Abschluss. Beinahe das gesamte Kunstradfahren Uzwil reiste nach Seuzach, bevors anschliessend ins Trainingslager nach Nesslau geht.
Livia Niedermann sorgt für das Highlight
Livia Niedermann sorgte für das Highlight des Tages. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung setzte sich Niedermann als beste Schülerin U15 durch und gewann den Swiss Cup verdient. Trainerin Claudia Jiricek ist stolz auf ihren Schützling: „Livias Leistung war top. Sie hat sich sukzessive gesteigert, laufend ihre Bestleistungen überboten. So konnte sie sich auch gegen die breite Konkurrenz durchsetzten.“ Zur Zeit kämpfen in Niedermanns Disziplien vier Sportlerinnen mit quasi derselben eingereichten Punktezahl um den ersten Rang. Auch der etwas jüngeren Vereinskollegin Lea Schönenberger gelang eine sehr schöne Kür, deren Endresultat nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung zu liegen kam. Auch stellvertretende Trainerin Jeanette Schneider war zufrieden: „Die Darbietung war super, leider haben die vorgeschriebenen fünf Minuten nicht für das ganze Programm gereicht“. Obwohl deshalb die Punkte der letzten Übung abgezogen wurden, erreichte Schönenberger den guten dritten Rang im Gesamtklassement der Schülerinnen U11.
Vierer Juniorinnen qualifiziert sich für die EM
Für den Vierer der Juniorinnen mit Melissa Duss, Seline Bolt, und Caroline sowie Michelle Haas stand auch im Finaldurchgang des Swiss Cups die Qualifikation zur diesjährigen Europameisterschaft in Altdorf im Zentrum, denn die vier jungen Damen hatten zum ersten Mal die Gelegenheit, sich definitiv für den wichigen Wettkampf zu qualifizieren. Die Quali schafften sie problemlos, sehr zur Freude von Trainerinnen Jeanette Schneider und Regula Stoppini, jedoch entsprach die gezeigte Leistung noch nicht dem Optimum: „Die Kür lief nicht wie gewünscht“, so Schneider. „Die vier fahren ein sehr anspruchsvolles Programm, das macht es natürlich anfällig für Fehler und grosse Abzüge.“ Den Swiss Cup hat das Team zwar mit Abstand gewonnen, sich deswegen jetzt auf dem Erfolg sonnen ist nicht die Devise. Schneider: „nun, da wir uns qualifiziert haben, müssen wir uns vor allem auf die starke Konkurrenz aus Deutschland und Österreich konzentrieren. Doch die Mädels sind motiviert und trainieren fleissig, da werden wir vor allem jetzt im Trainingslager grosse Fortschritte machen und deutlich mehr Sicherheit und Konstanz in die Kür bringen.“
Den jüngeren Sportler lief es gut
Die jüngeren Sportler schienen ihr Programm zumindest an diesem Tag besser zu beherrschen. So zeigte der Schülerinnen Kunstrad-Vierer eine sehr schöne Darbietung, die zu recht auch mit einer neuen Bestleistung entlöhnt wurde. Claudia Hammerschmidt, welche die vier Mädchen an diesem Tag betreute, meinte: „Das Programm lief wirklich gut. Zusätzlich stolz macht mich die mentale Verfassung der Mädchen.“ Beim Einfahren ist nämlich ein Ventil kaputt gegangen und das Rad musste repariert werden. Darüber entstand in der Mannschaft eine gewisse Aufregung und Anspannung. „Von der anfänglichen Nervosität war auf der Fahrfläche nichts mehr zu spüren: das Programm lief wie geschmiert, als ob nichts passiert wäre“, freut sich Hammerschmidt. Weniger Nerven zeigte der erste Uzwiler Einrad-Vierer: die gezeigte Kür wirkte unruhig und hecktisch. Gemäss Claudia Hammerschmidt war das Programm nicht das Gelbe vom Ei. „Trotzdem ist das Resultat nicht schlecht ausgefallen. Vielleicht hat das Kampfgericht in diesem Fall etwas zu human bewertet“, rügt Hammerschmidt die Unbestechlichen. Die passable Leistung gereichte dem Team zum 3. Gesamtrang. Ein vergleichbares Schicksal ereilte den zweiten Uzwiler Einrad-Sechser: auch sie konnten nicht aus dem Vollen schöpfen und musste sich mit dem 3. und letzten Rang der Gesamtwertung zufrieden geben. Ganz anders liefs den Kollegen von dem ersten Sechser: „Die Kür war super, die beste bisher“, freut sich Trainerin Deborah Gisler. Zu recht, denn mit einer neuen Bestleistung und einem respektablen Abstand auf die Konkurrenz entscheiden ihre Schützlinge den Swiss Cup für sich.
Ab ins Trainingslager
Das gesamte Kunstradfahren Uzwil reiste im Anschluss an den Wettkampf für die nächste Woche nach Nesslau ins Trainingslager. „Wir möchten diese Gelegenheit optimal nutzten, um uns für die bevorstehenden Schweizermeisterschaften so optimal wie möglich vorzubereiten und möglichst weit vorne auf die Podeste zu fahren“, so Trainerin Claudia Hammerschmidt.
zweite Runde des Swiss-Cups in Oberbüren
Kunstrad. Am Sonntag fand in der Oberbürer Thurzelg die zweite Runde des Swiss-Cups im Kunstradfahren statt. Der Heimvorteil schien die Sportler und Sportlerinnen des Kunstradfahren Uzwil zu neuen Bestleistungen zu beflügeln.
Der Uzwiler Juniorinnen-Vierer, die momentan stärkste Junioren-Mannschaft der Schweiz, konnte zum ersten Mal in dieser Saison zeigen, was sie wirklich kann. Die Trainerinnen Jeanette Schneider und Regula Stoppini sind sehr zufrieden mit ihren Schützlingen. „Es war ein Befreiungsschlag: endlich konnten wir die Trainingsleistung auch im Wettkampf umsetzen. Jetzt wissen wir alle, wie sehr sich das intensive Training, die vielen Stunden in der Halle, gelohnt hat.“, so Schneider. Das erklärte Saisonziel, die Junioren-Europameisterschaft in Altdorf (UR), steht aber noch aus. Mit fünf von sieben benötigten Qualifikations-Resultaten führen Seline Bolt, Melissa Duss sowie Caroline und Michelle Haas die Tabelle zwar nach wie vor mit Abstand an, jedoch wird das Team fleissig weiter an seiner Darbietung feilen. Für genügend Motivation ist seit Sonntag jedenfalls gesorgt.
Die jüngste Einer-Fahrerin des Kunstradfahren Uzwil, Lea Schönenberger, hat sich für den Final in zwei Wochen qualifiziert. Dies ist bei den Schülerinnen U11 nur drei weiteren Sportlerinnen gelungen. Schönenberger „hat somit gute Chancen auf einen Podestplatz“, freut sich Trainerin Marina Lenggenhager. Auch auf ihren zweiten Schützling ist Lenggenhager stolz: Livia Niedermann übernimmt mit einer sensationellen Bestleistung von 81.75 Punkten die Führung im Swiss Cup. Lenggenhager: „Die 80-Punkte-Marke zu knacken, war unser Ziel und Livia hat es mit einer top Kür erreicht; und das Zuhause vor dem Heimpublikum.“ Das nächste Ziel der Trainerin dürfte klar sein: Niedermann sollte ihre Leistung am Finale in zwei Wochen bestätigen uns sich somit auf dem ersten Rang behaupten können.
Von den vier Vierer-Mannschaften des Kunstradfahren Uzwil qualifizierten sich deren zwei für den Finale. In der Zwischenrangliste belegen sie momentan die Ränge zwei und drei hinter der starken Mannschaft aus Baar. Die acht Mädchen hoffen, die Zwischenränge am Finale erfolgreich verteidigen zu können. Die beiden Sechser Einrad-Mannschaften erreichten erwartungsgemäss den ersten und dritten Zwischenrang; beide Mannschaften haben sich fürs Finale qualifiziert.
