Dem Druck standgehalten
An der Junioren-Schweizer-Meisterschaft in Altdorf haben der favorisierte Zweier vom ATB Uzwil und der Sirnacher Vierer erwartungsgemäss die Goldmedaille gewonnen. Der Vierer von Uzwil rundete die gute Bilanz mit der Silbermedaille ab.
KUNSTRAD. 193 Punkte totalisierte der Sirnacher Junioren-Vierer, bestehend aus Jennifer Schmid, Céline Burlet, Melanie Schmid und Flavia Zuber, bei seiner Darbietung an der Schweizer Meisterschaft. Die Hinterthurgauerinnen konnten sich somit nicht nur über den dritten Titel hintereinander freuen, sondern auch an einer erneuten Erhöhung ihrer Schwierigkeitsquote. «Die Sirnacherinnen haben damit ihre Ambitionen auf den EM-Titel klar untermauert. Sie absolvierten in Altdorf ein sauberes Programm, bei der jede Akteurin genau weiss, was sie zu tun hat. Der Auftritt ist sauber und perfekt, das Team ist bereit für Gent», analysierte Claudia Jiricek die Leistung des Erfolgsvierers. Die Europameisterschaft findet am Wochenende statt. Silber haben die Hinterthurgauer schon gewonnen, jetzt soll es Gold werden.
Motiviert nach Gent reisen
In Form befindet sich auch der Zweier vom ATB Uzwil. Auch dieses Team auferlegte sich grossen Druck vor der Schweizer Meisterschaft. Jacqueline Rutz und Rahel Nägele sind ebenfalls für die Europameisterschaft qualifiziert, und die beiden bestätigten ihre Nomination mit dem souveränen Sieg in der Innerschweiz. Wer auf knappe 100 Punkte kommt, hat den Sieg verdient. Diese Einschätzung teilte auch die Uzwiler Trainerin Petra Schnetzer, die sich erleichtert darüber zeigte, dass ihre beiden Schützlinge den schwachen Saisonstart rechtzeitig in die richtigen Bahnen lenken konnten. Jacqueline Rutz, Rahel Nägele, Céline Burlet, Melanie und Jennifer Schmid sowie Flavia Zuber werden am Mittwoch als Schweizer Nationalteam gemeinsam mit den Radballern ins belgische Gent reisen, und alle hoffen darauf, dass das sich das nächste Wochenende nochmals so erfolgreich gestaltet.
Nicht in Gent dabei sein wird der Uzwiler Vierer, der von Regula Stoppini nach bis nach an höhere Aufgaben herangeführt wird. Die Untertoggenburgerinnen gewannen in Altdorf hinter Sirnach die Silbermedaille und dürfen deshalb mit diesem Rang zufrieden sein, weil sie einerseits persönliche Bestleistung gefahren sind, und weil ihre Fortschritte stetig ersichtlich sind.
Uzwiler Schüler sind eine Macht
An der Schweizer Meisterschaft kamen nicht nur die Junioren zum Einsatz, sondern auch die Kategorie der Schüler. Der ATB Uzwil stellte dabei zwei Sechser- und drei Viererteams und demonstrierte eindrücklich die schweizerische Vormachtstellung im Mannschaftsbereich. Die Verantwortliche Claudia Jiricek zeigt sich denn auch stolz darüber, dass der Uzwiler Nachwuchs vorhanden ist und in Altdorf eine Machtdemonstration mit dem Team abgegeben hat.
Drei Medaillen
Bei den Sechsern resultierte ein Sieg sowie ein feiner dritter Rang. Dazwischen setzte sich die Gruppe aus Baar. Im Vierer gewann Baar vor Uzwil 1. Das zweite Team der Untertoggenburger wurde Vierter, die dritte Mannschaft Fünfte. Alles in allem eine eindrückliche Bilanz, die sich sehen lassen darf und die Hoffnung aufkommen lässt, dass auch in nächster Zeit weiter auf der schon lange anhaltenden Erfolgswelle geritten werden darf.
Eine Zukunftshoffnung
Auch im Einer sieht die Zukunft des ATB Uzwil gut aus. Hierbei hält Silvia Niedermann die Fahne ihres Vereins hoch. Das Nachwuchstalent hatte zwar mit der Vergabe bei den Medaillen noch nichts zu tun, doch dies wurde von ihr auch noch nicht erwartet. Silvia Niedermann beeindruckte jedoch mit einem frischen und sicheren Auftritt, den niemand im Lager der Untertoggenburger erwartet hätte. Es ist jedoch ein eindrückliches Zeichen dafür, dass in Uzwil von guten und motivierten Trainern gute Nachwuchsarbeit betrieben wird.
Quelle: Tagblatt vom 15. Mai 2012
Nordostschweizermeisterschaft in Oberbüren
Am Sonntag fand in Oberbüren die alljährliche Nordostschweizermeisterschaft im Kunstradfahren statt. Das Kunstradfahren Uzwil organisierte einen tollen Wettkampf, an dem beinahe der ganze Verein teilnahm: sechs Vierer-Mannschaften, zwei Sechser-Mannschaften sowie acht Kunstradfahrer starteten für Uzwil.
Vor allem für die jüngeren Sportler war die Nordostschweizermeisterschaft ein wichtiger Wettkampf. Nicht nur weil er mitten in der Saison ausgetragen wurde, sondern auch weil dies die Hauptprobe vor den Schüler- und Junioren-Schweizermeisterschaften war, die nächstes Wochenende in Altdorf zu bestreiten sein werden. Es war deutlich zu erkennen, dass die jüngeren Sportler ihre Küren besser beherrschen wie die älteren, da sich letztere noch mitten in der Vorbereitung auf die Elite-Saison im Herbst befinden aber trotzdem schon etwas Wettkampferfahrung sammeln wollen.
Vereinspräsident Thomas Wick ist besonders stolz, so viele Mannschaften seines Vereins am Wettkampf teilnehmen zu sehen: eine geballte Ladung Uzwiler Teamgeist traf auf das Klassement der Vierer Schüler U15, ganze vier von sieben Mannschaften stellte der gastgebende Verein in dieser Kategorie. Gerade die jüngsten Mädchen betraten scheinbar furchtlos die Fahrfläche und stellten sich den meist älteren Gegnerinnen aus Wattwil und Rheineck. Die erste Uzwiler Einrad-Mannschaft war als Favorit gesetzt, musste den ersten Rang jedoch der Konkurrenz aus Wattwil überlassen: ihre Darbietung gelang nicht wie erwünscht, die Mädchen wirkten zu unruhig und patzten an verschiedenen Stellen. Die dritte Uzwiler Einrad-Mannschaft klassierte sich auf dem 5. Rang, die zweite auf dem 6. Rang, die vierte auf dem 7. Rang. Im Klassement der Sechser Schüler U15 gelang der Coup: die beiden Mannschaften aus Uzwil konnten mit jeweils guten Darbietungen die Konkurrenz aus Wattwil auf den dritten Rang verweisen. Auch der erste Juniorinnen-Vierer aus Uzwil zeigte eine gute Kür. Sie wurden hinter dem Team aus Sirnach verdiente Zweite. Mehr Schwierigkeiten hatte das zweite Uzwiler Junioren-Team: mit einer etwas holprigen Darbietung beendeten sie den Wettkampf auf dem 4. Rang.
Der jüngsten Uzwiler Kunstradfahrerin, Lea Schönenberger, gelang eine gute Kür. Um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten reichte es ihr jedoch leider nicht und so musste sie sich mit dem 5. Rang im Klassement der Schülerinnen U11 begnügen. Auch Livia Niedermann zeigte ihr Können in einer sauberen Darbietung und konnte sich mit dem guten 3. Rang in der Konkurrenz der Schülerinnen U15 behaupten. Das Juniorinnen Zweier mit Jacqueline Rutz und Rahel Nägele, das die Schweiz an den kommenden Europameisterschaften in Gent (Belgien) vertreten wird, gewann den Wettkampf in ihrer Kategorie mit einem deutlichen Abstand auf ihre einzigen Konkurrentinnen aus Schaffhausen. Ein unglückliches Missgeschick ganz zu Ende ihrer Darbietung vermochte ihre ansonsten sehr gute Leistung leider etwas zu schmälern. Bei den Zweiern der Damen lieferten sich zwei Uzwiler Teams ein Duell. Das schon Wettkampf-erprobte Team mit Marina Sommer und Fabienne Hammerschmidt entschieden diesen Zweikampf für sich. Ihre beiden Gegnerinnen, Marion Vögtlin vom Kunstradfahren Uzwil und Sabrina Räbsamen vom RV Sirnach, als unglückliche Verlierer zu betiteln, wäre jedoch fernab von der Wahrheit: bestritten die beiden doch gerade mal ihren zweiten Wettkampf in dieser Disziplin. Ihre Vergangenheit als gute Einer-Fahrerinnen darf dabei natürlich nicht ausser Acht gelassen werden, jedoch ist der Grund für ihre Harmonie und ihr enormes Potential wohl eher in ihrer langjährigen Freundschaft zu suchen.
NOSM in Oberbüren
Am Sonntag 6. Mai. 2012 führt das Kunstradfahren Uzwil die Nordostschweizermeisterschaft in Oberbüren durch. Wir erwarten Sportler aus der Region St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen. Der Wettkampf wird in der Turnhalle Thurzelg in Oberbüren ausgetragen.
Der Wettkampf beginnt um 9 Uhr mit dem ersten Starter. Siegerehrung ist um 17 Uhr. Es gibt eine Festwirtschaft, wo auch ein Mittagessen angeboten wird. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
2er ist auf EM Kurs
Kunstrad. Am Samstag fand in Seuzach die zweite Runde des Swiss-Cups im Kunstradfahren statt. Die Kunstradfahrer aus Uzwil genossen perfekte Bedingungen und überzeugten mit guten Leistungen.
Endlich haben sie gezeigt, dass sie die besten sind: das Juniorinnen-Zweier mit Jacqueline Rutz und Rahel Nägele haben zum ersten Mal in dieser Saison aus dem Vollen geschöpft. Glücklicherweise, denn nur ein Team darf unsere Nation an den diesjährigen Junioren-Europameisterschaften in Gent (Belgien) vertreten. Nach dem glücklosen Saisonstart wurde der Druck auf die beiden jungen Damen immer grösser: die Qualifikation für die EM ist in vollem Gange und die Konkurrenz schläft nicht. Rutz und Nägele liessen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, zeigten zwei gute Küren und konnten mit 102.73 Punkten im zweiten Lauf an die letztjährige Bestleistung anknüpfen. Trotz ihrer scheinbaren Abgeklärtheit, waren die beiden Sportlerinnen ob ihrer guten Leistungen sehr erleichtert. Ein Gefühl, das auch Trainerin Claudia Schneider teilte: „Wir wussten, dass wir unschlagbar sind, wenn wir unsere Leistung bringen. Nur war dies bis jetzt noch nicht der Fall. Wären die heutigen Resultate nicht so gut ausgefallen, wäre es mit der Qualifikation sehr knapp geworden.“ In einer Teamsitzung vor zwei Wochen wurde beschlossen, die Schwierigkeit der Kür zu reduzieren, um eine sicherere Darbietung zeigen zu können. Es hat sich gelohnt: Rutz und Nägele haben den Wettkampf für sich entscheiden und ihren Vorsprung in der EM-Qualifikation deutlich ausbauen können. Weniger ist manchmal mehr.
Bei den Vierern der Juniorinnen duellieren sich die Teams aus Uzwil und Sirnach. Ein Duell, das die Uzwiler nicht gewinnen können. Die Mannschaft aus Sirnach ist einfach zu stark: sie haben am Samstag ihre eigene Bestleistung geknackt und damit einen neuen Juniorinnen-Rekord aufgestellt. Europameisterinnen haben sich auf die Fahnen geschrieben; ein gutes Ziel, und dazu noch greifbar nah. Aber auch die Mannschaft aus Uzwil zeigte eine gute Leistung, das Team mit Melissa Duss, Seline Bolt sowie Caroline und Michelle Haas kassierte sich auf dem verdienten 2. Rang. Mit ihrer Leistung wollten die vier Jugendlichen jedoch nicht richtig zufrieden sein. Trainerin Regula Stoppini sieht die Sache ein Bisschen gelassener: „Das heutige Resultat kann sich sehen lassen. Natürlich: perfekt läuft es nie, es findet sich immer etwas, das man verbessern könnte. Wir haben ein zackiges Programm, da schleicht sich nun mal die eine oder andere Unsicherheit ein. Dies ist jedoch noch lange kein Grund zur Aufregung, so wird es wenigstens niemandem langweilig.“
Pech hatte Janina Näf: sie hat sich während des Trainings letzte Woche das Handgelenk gebrochen und konnte deshalb nicht aktiv am Wettkampf teilnehmen. Da sie jetzt für einige Wochen nicht trainieren kann, ist ihre ganze Saison in Gefahr.
Zeitgleich zu den Junioren waren auf der zweiten Fahrfläche die Schüler am Start. Livia Niedermann ist erst am Freitagabend aus dem Skilager zurückgekommen. Nach einem kurzen Training am Samstagmorgen ging es direkt an den Wettkampf. Es galt, die strenge Woche einfach zu vergessen, Puls und Körper auf Leistung einzustellen. Mit gebräunter Nase gelang der 13-jährigen Oberbürerin ein schönes Programm ohne nennenswerte Schwierigkeiten, sie bestätigte damit sogar ihre Bestleistung. Im Klassement der Einer Juniorinnen U15 konnte sie den 7. Rang aus der ersten Runde verteidigen. Ihre Schwester, Selina Niedermann, startete mit Joane Martinez, Stefanie Haas und Tina Schönenberger in der Konkurrenz der Vierer Schüler U15. Die vier Mädchen erreichten den 2. Rang in der Gesamtrangliste, hinter der Mannschaft aus Baar. Sie und auch die Sechser-Einradmannschaft aus Uzwil qualifizierten sich für das Swiss-Cup Finale, das am 15. April in Löhningen (SH) ausgetragen werden wird.
